Mallorca – Cala Rajada

Tag 5 – Am Far de Capdepera geht uns ein Licht auf

Wir haben inzwischen Halbzeit im Urlaub erreicht und für heute und morgen ist weiterhin bestes Hamburger Schietwetter angekündigt. Aber dann … ja dann soll die Sonne endlich wieder das Wasser im schönen Türkis erscheinen lassen.

Also nutzen wir die trockene Zeit und suchen uns einen Punkt von unserer „to view“-Liste aus.

„To-view“ – Liste für Cala Rajada

Auf geht’s zum historischen Leuchtturm Far de Capdepera, der bereits 1861 erbaut wurde und stolz auf einer Klippe thront. Der felsige Untergrund liegt etwa 55 Meter über dem Meeresspiegel, was übersetzt bedeutet: Es geht bergauf.

Nach ungefähr 2 Kilometern Fußweg, je nachdem, wie wanderfreudig man gerade ist, also entweder „ach wie schön“ oder „wann sind wir endlich da“ laufen wir durch einen herrlich duftenden Pinienwald. Diese Mischung aus Pinien, Tannen und frischer Luft riecht so sehr nach Urlaub.

Und während wir da so entlanglaufen, stellen wir erneut fest, dass Wanderschuhe langsam vielleicht doch mal eine sinnvolle Anschaffung wären. Seit ungefähr drei Urlauben sagen wir jedes Mal mit voller Überzeugung: „Nächstes Jahr kaufen wir uns welche.“
Warum? Ratet mal 🙂 Die Auflösung gibt es wie immer auf der letzten Seite.
Bisher blieb es bei starken Absichten.

Far de Capdepera
Far de Capdepera

Der helle, eingezäunte Leuchtturm selbst ist wirklich schön anzusehen. Noch schöner finden wir allerdings den Ausblick und die beeindruckenden Klippen rundherum.

Klippe links vom Far de Capdepera
Klippe rechts vom Far de Capdepera
Klippe mit Maurice

Auf der gegenüberliegenden Klippe entdecken wir neugierig andere Menschen. Und weil wir schon mal hier sind, genug Zeit haben und offenbar kurz vergessen, dass wir keine Wanderschuhe besitzen, kraxeln wir einfach rüber. Kleines Abenteuer inklusive.

Und tatsächlich erreichen wir die andere Seite. Hier das offizielle Beweisfoto mit dem Far de Capdepera im Hintergrund.

Und als hätte Mallorca auf diesen Moment gewartet, kommt plötzlich sogar die Sonne raus.

So könnte es ohne Wolken aussehen 😉

Irgendwann gewinnen dann aber doch die Wetterskepsis und der Hunger, also machen wir uns wieder auf den Rückweg. Bergab, mit Rückenwind und vorbei an wunderschönen Zitronenbäumen …

… sind wir erstaunlich schnell wieder zurück im Hotel. Nach gerade mal einer halben Stunde sitzen wir schon wieder am Esstisch. Verrückt, wie motivierend Essen sein kann.

Den Nachmittag verbringen wir anschließend ganz entspannt am Pool und nehmen dankbar jeden einzelnen Sonnenstrahl mit, der sich durch die Wolken kämpft.

Und mehr oder weniger motiviert tragen uns unsere Beine später tatsächlich schon wieder ins Fitnessstudio. Es ist kaum zu glauben, was hier mit uns passiert.

Abends drehen wir noch eine Runde mit müden Beinen durch den Ort. Danach reicht’s dann aber auch endgültig für heute: Während ich bei „My Penguin Friend“ einschlafe, beendet Maurice noch ganz entspannt sein Buch von Simon Beckett.