Mallorca – Cala Rajada

Día 2, martes

Der Wecker klingelt um 9:00 Uhr und fühlt sich irgendwie zu früh an in unserem 2 x 2 Meter Bett.

Von draußen zieht der Rauch vom Nachbarn rein und wir merken kurz, wie schnell uns so eine Kleinigkeit aus der Ruhe bringen kann. Spannend eigentlich, wie sensibel man wird, sobald man langsamer lebt. Doch wir können den Nachbarn verstehen. Der Ausblick vom Balkon ist recht schön.

Ausblick vom Zimmer 240

Das allsun Hotel Illot Park ist eine geschmackvolle **** Ferienanlage im mallorquinischen Villenstil.

Beim Frühstück auf der Terrasse kommt dann das, was wir gesucht haben. Das Gefühl von „wir müssen gerade gar nichts“. All-inclusive hat für uns nichts mit „viel“ zu tun, sondern mit Leichtigkeit und Freiheit. Kein Planen, kein Organisieren. Einfach nur da sein und plötzlich wird der Kopf leiser.

Wir beschließen ein bisschen den Ort zu erkunden und sind gespannt, was sich nach vier Jahren und dem Unwetter vor einigen Monaten verändert hat. Wir schlendern durch die Straßen ohne Eile und werden humorvoll daran erinnert, wie wir wahrscheinlich nach Hause kommen werden. Rund und gesund. 

Wir stellen bei unserem Rundgang fest, dass es keine Baustellen mehr gibt und erfreuen uns an den Ausblicken.

Dem Meer näher verbunden spüre ich eine tiefe Dankbarkeit und ein Ankommen und dann landen wir wieder beim Essen.

Der Bratapfel mit Erdbeeren wird zum kleinen Nachtisch Highlight. Ich merke, wie sehr ich gerade diese einfachen Dinge schätze.

Bratapfel mit Erdbeeren

Mittags dann Poolpause in der Sonne.

Maurice liest und schläft, ich schreibe (diese Zeilen) und irgendwo dazwischen entsteht dieses Gefühl von Balance. Jeder in seinem Tempo, und trotzdem zusammen.

Später geht es zur Cala Agulla. Das Meer ruft mich. Ich kann nicht anders.

Cala Agulla

Dieses Wasser… dieses Türkis… schwer zu beschreiben, ohne kitschig zu klingen. Aber es macht etwas mit mir und ich frage mich, ob es Ehrfurcht ist.

Barfuß im Sand zu stehen, die Füße tief eingraben, das Salz auf der Haut und für einen Moment ist da einfach nur Verbindung. Kein Müssen, kein Denken. Nur ein Gefühl von „Ich bin genau richtig hier“.

Ich mit dem Mittelmeer verbunden
Cala Agulla

Zum Abend geht’s dann wieder zurück ins Hier und Jetzt und auch da wartet ein kulinarisches Highlight. Wieder etwas kleines, unerwartetes und besonderes: Toast mit Sobrasada und Honig und leider ohne Foto (Das Smartphone lädt auf dem Zimmer.) Aber ihr würdet sowieso nicht sehen können, wie gut es geschmeckt hat 🙂

Und weil wir scheinbar doch noch Energie übrig haben, testen wir den Bierbrunnen um das CL-Halbfinale zu gucken und werden dabei textsicher für die angesagten Malle-Lieder.

Bierbrunnen

Überall gute Laune haben wir sowieso, auch wenn der Zug keine Bremsen hat und die Lampe aus den 70igern mit Wackelkontakt noch ausreicht, wenn sich Olivia wie ein Babybell auszieht, sind wir froh wenn wir wieder nach Hause gebracht werden, an den Strand von Arenal ja nicht, aber dafür morgen wieder hier in unserer Hood auf Malle, den geilsten Ort der Welt 😉 

(Na, wer hat erraten wieviele Lieder hier beschrieben wurden? Auflösung am Ende)

Ich würde sagen:

Zwischen kleinen Triggern, großen Ausblicken und überraschend guten Kombinationen sind wir heute ein Stück mehr im Urlaub angekommen.