Tag 3 – Ruhepool und Löschflugzeug
Erst Mittwoch und ich fühle mich schon komplett entschleunigt. Die einzige Uhrzeit, die hier wirklich zählt, sind die Essenszeiten. Also sorgen wir natürlich dafür, noch etwas vom großen Frühstücksbuffet abzubekommen. Mein tägliches Ei wartet schließlich nicht ewig auf mich.

Danach geht’s an den Ruhepool zum gepflegten Sonnenbrutzeln. Wobei „Ruhepool“ hier wirklich Programm ist. Keine Poolbar, keine Musik, kein Geplansche, kein Geschnatter. Nur das leise Rauschen des Wassers … und die Heckenschere vom Nachbargrundstück. Mediterrane Wellnessgeräusche quasi. 🙂

Mau ist motiviert und verschwindet im Fitnessstudio, während ich die Zeit nutze, um den gestrigen Tag Revue passieren zu lassen. Denn aus irgendeinem Grund habe ich es tatsächlich geschafft, meine Sportsachen zu vergessen. Eine Leistung, die ich persönlich für absolut olympiareif halte.

Apropos Kleidung: Zeit für das tägliche Urlaubsrätsel. Vielleicht erinnert ihr euch noch an den Urlaub, in dem wir insgesamt 14 Paar Schuhe dabeihatten. Die wichtigste Frage lautet also auch dieses Jahr wieder:
- Wir brauchen einfach Vielfalt: über 10 Paar Schuhe.
- Steph hat mehr eingepackt als Maurice.
- Maurice hat mehr eingepackt als Steph.
Die Auflösung gibt’s natürlich erst ganz am Ende. Schaut einfach auf der letzten Seite vorbei. Spannung muss sein. 😉
Die Wetteraussichten erinnern die nächsten Tage eher an Hamburger Frühling als an Mallorca. Wir warten einen kurzen Regenschauer ab und machen uns dann auf zu einem Spaziergang und sind plötzlich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort.


Achtung Themenwechsel: Für gemütliche Ecken braucht es manchmal gar nicht viel. Diese Sitzecke im Hoteleingang hat’s mir irgendwie angetan.

Heute ist außerdem ein großer Tag für den FC Bayern: Champions-League-Halbfinale. Und wir mittendrin beim Public Viewing im Bierbrunnen.

Wir kommen mit anderen Gästen ins Gespräch, die Deutschland und sogar dem schönen Niendorf in Hamburg den Rücken gekehrt haben, um hier in Cala Rajada glücklich zu werden. Die Mietpreise scheinen allerdings ähnlich ambitioniert zu sein wie zuhause, weshalb hier wohl viele in WGs wohnen.
Außerdem erfahren wir, wo es angeblich den besten Döner gibt und dass Döner hier standardmäßig mit Oliven serviert wird. Trotzdem laufen wir später an Papa’s Pizza & Kebab vorbei und gehen am Ende leicht traurig ins Bett, weil Vincent Kompany und seine Truppe uns leider nicht ins Finale gekickt haben.
